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Staublunge und Silikose durch Quarzstaub: So schützt du dich wirklich

Was bedeutet «Filtert 99.995%» wirklich – und warum geht es dabei um deine Lunge?

HEPA-14: 99.995 % Abscheidung Staubklasse H: max. 0.005 % Durchlass Ehrliche Fakten vom Plattenlegermeister

Die Zahl heisst konkret: Von 100’000 Partikeln in der angesaugten Luft bleiben 99’995 im Filter hängen – nur 5 kommen durch. Gemessen wird bei der Partikelgrösse von 0.2 bis 0.3 Mikrometer, der sogenannten MPPS – der Grösse, die sich physikalisch am schwersten abscheiden lässt. Alles Gröbere und Feinere hält der Filter mindestens so gut zurück – auch den feinen, lungengängigen Staub, der beim Schleifen, Trennen und Abschlagen entsteht und den du weder siehst noch riechst. Und die Zahl steht gleich auf mehreren Geräten: Der Luftreiniger FLEX VAC 800-EC erreicht sie mit seinem HEPA-14-Filter, der Industriesauger FLEX VCE 44 H AC trägt sie als Staubklasse H: maximal 0.005 % Durchlassgrad – 99.995 % bleiben im Gerät. Für den Alltag mit Quarzstaub reicht in aller Regel die M-Klasse – dazu unten mehr. Diese Seite erklärt dir ohne Marketing-Nebel, was der feine Baustaub in deiner Lunge anrichtet, wie du dich mit zwei Schutzebenen dagegen absicherst – und genauso ehrlich: was diese Geräte nicht können.

Das Wichtigste in Kürze

Quarzstaub aus Feinsteinzeug, Beton und Unterlagsboden verursacht Silikose (Staublunge) – die Vernarbung der Lunge ist irreversibel und die SUVA stuft den Staub in der höchsten Gefahrenkategorie C1A als krebserzeugend ein. Schutz gibt es nur technisch, in zwei Ebenen: An der Quelle saugt ein Sicherheitssauger direkt am Werkzeug ab – für den Alltag mit Quarzstaub ist die Staubklasse M der empfohlene Standard, bei Asbestverdacht ist die Staubklasse H mit Asbest-Zulassung zwingend. Den Schwebstaub, der trotzdem in der Raumluft landet, holt ein Luftreiniger mit HEPA-14-Filter heraus. Beide Geräte ergänzen sich, keines ersetzt das andere. Die FFP3-Maske ist die letzte Schutzebene, nicht die erste.

Der unsichtbare Gegner: Quarzstaub, Silikose und Asbest

Das ist keine Verkaufsrhetorik, sondern dokumentierte Arbeitsmedizin. Die wichtigsten Fakten, auf die sich SUVA und Arbeitsmediziner stützen:

Quarzstaub ist offiziell krebserzeugend. Die SUVA führt alveolengängigen Quarzstaub in der höchsten Gefahrenkategorie C1A – nachweislich krebserzeugend beim Menschen. Der Schweizer Grenzwert am Arbeitsplatz (MAK-Wert) liegt bei tiefen 0.15 mg/m³. Zur Einordnung: Schon die sichtbare Staubwolke beim Anmischen eines halben Sacks Kleber kann diesen Wert in einem geschlossenen Raum massiv überschreiten.

Silikose (Staublunge): Wie Quarzstaub die Lunge vernarbt

Warum ist dieser Staub so gefährlich? Die alveolengängige Fraktion – Partikel, die klein genug sind, um bis in die Lungenbläschen vorzudringen – kann dein Körper nicht mehr loswerden. Die Fresszellen der Lunge (Makrophagen) versuchen, die Quarzkristalle abzubauen, und scheitern: Quarz ist nicht abbaubar, die Zellen sterben ab, und es entsteht eine chronische Entzündung. Das Lungengewebe vernarbt und verhärtet. Das Ergebnis heisst Silikose – Staublunge. Sie beginnt mit Reizhusten und Atemnot bei Belastung. Und sie ist irreversibel: Was vernarbt ist, heilt nicht mehr.

Wie der Staub die Lunge Schritt für Schritt zerstört, zeigt dieses Erklärvideo des Schweizer Fernsehens in 50 Sekunden:

«Wissen für alle – Was ist Silikose?» von RTS/36,9°/Jean-Daniel Bohnenblust, Vania Paratte, bereitgestellt durch SRF. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Video unverändert übernommen, deutsche Tonspur.

Asbest: Die Rechnung kommt 15 bis 45 Jahre später

Bei Sanierungen kommt ein zweiter Gegner dazu: Asbest. Bei jedem Gebäude, das vor dem Schweizer Asbestverbot von 1990 gebaut wurde, musst du mit asbesthaltigen Materialien rechnen – zum Beispiel im alten Plattenkleber unter der Keramik im Bad. Werden die Fasern mechanisch freigesetzt, spalten sie sich der Länge nach auf, bis sie rund tausendmal dünner sind als ein menschliches Haar. Sie schweben stundenlang unsichtbar in der Raumluft. Die Latenzzeit des Mesothelioms (Brustfellkrebs), des typischen Asbest-Krebses, beträgt in der Regel 15 bis 45 Jahre – die Rechnung kommt also exakt dann, wenn du eigentlich die Pension geniessen willst. In der Schweiz sterben jährlich rund 150 Menschen an den Folgen von Asbest. Der Schweizer Grenzwert liegt bei 0.01 Fasern pro Milliliter Luft.

Wichtig bei Asbest: Ein H-Sauger ersetzt die Abklärung nicht. Bei Baujahr vor 1990 gilt: zuerst die Gefährdung abklären, bevor geschliffen, gefräst oder abgebrochen wird. Und Arbeiten, bei denen erhebliche Mengen Asbestfasern frei werden – etwa das grossflächige Entfernen von asbesthaltigem Plattenkleber – gehören gemäss EKAS-Richtlinie 6503 in die Hände von Suva-anerkannten Asbestsanierungsunternehmen.

Die SUVA-Logik gegen diese Gefahr folgt dem S-T-O-P-Prinzip: Substitution, dann Technische Massnahmen, dann Organisatorische, zuletzt Personenbezogene Schutzmassnahmen. Auf Deutsch: Zuerst wird der Staub technisch erfasst – an der Quelle abgesaugt und aus der Raumluft gefiltert. Die Maske ist die letzte Ebene, nicht die erste.

Zwei Schutzebenen: An der Quelle absaugen und die Raumluft filtern

Ein einziges Gerät löst das Staubproblem nicht, denn der Staub greift dich auf zwei Wegen an. Profis arbeiten deshalb mit zwei sich ergänzenden Schutzschilden – nie mit dem einen als Ersatz für das andere:

Schild 1: Der Sicherheitssauger – fängt den Staub dort, wo er entsteht

Ob M- oder H-Klasse: Beide Sauger hängen direkt am Werkzeug. Die Einschaltautomatik startet den Sauger mit der Maschine, 4’500 Liter Luft pro Minute reissen den Staub an der Trennscheibe oder dem Schleifteller weg, bevor er deine Atemzone erreicht. Ein gesetzlich vorgeschriebener Strömungswächter warnt dich mit Signalton und roter LED, sobald die Luftgeschwindigkeit im Schlauch unter 20 m/s fällt und die Absaugung nicht mehr sicher ist. Welche Klasse du brauchst, entscheidet der Staub, nicht der Geldbeutel:

M-Klasse – dein Alltagsgerät als Plattenleger. Für Quarzstaub aus Feinsteinzeug, Beton, Unterlagsboden und Plattenkleber ist die M-Klasse der empfohlene Standard. Der FLEX VCE 44 M AC (42 Liter) und der kompaktere FLEX VCE 33 M AC (30 Liter) liefern dafür 1’200 Watt und die gleiche Volumenstromüberwachung wie die H-Klasse – nur ohne Asbest-Zulassung.

H-Klasse – die Pflicht-Stufe für Asbest. Der FLEX VCE 44 H AC (42 Liter) ist die höchste Klasse: maximaler Durchlassgrad 0.005 %, zugelassen für Stäube mit Grenzwerten unter 0.1 mg/m³ – und mit Asbest-Zulassung, wie sie die EKAS-Richtlinie 6503 im Rückbau und bei Sanierungen mit Asbestverdacht zwingend vorschreibt.

Schild 2: Der Raumluft-Feinstaubabscheider – holt den Schwebstaub aus der Luft

Auch die beste Quellenabsaugung erfasst nicht 100 % des Staubs. Der Rest schwebt stundenlang im Raum – und genau den atmest du und deine Kolonne den ganzen Tag ein. Hier arbeitet der FLEX VAC 800-EC Air Protect 14: Er wälzt bis zu 544 m³ Raumluft pro Stunde durch seine Filterkaskade – G3-Vorfilter, G4-Grobfilter, dann der HEPA-14-Hauptfilter mit 7.26 m² Filterfläche und eben jenen 99.995 %. Mit dem mitgelieferten 5-Meter-Schlauch und der Türschleuse baust du zudem einen Unterdruck auf: Die gefilterte Luft wird aus dem Arbeitsbereich geführt, saubere Luft strömt nach – und der Staub kann nicht in bewohnte Räume oder zum Kunden hinüberziehen. Das ist das gleiche Schwarz-Weiss-Prinzip, das in der professionellen Sanierung als Goldstandard gilt. Dabei bleibt das Gerät mit 58 dB(A) auf Gesprächslautstärke und zieht nur rund 170 Watt.

Beide Geräte sind ab Lager lieferbar: Sofort ab dem Zentrallager unseres regionalen Partner-Lieferanten in der Zentralschweiz verfügbar. Als komplette Sets mit 3 Jahren FLEX Swiss Edition Garantie ohne Registrierungsaufwand.

Ehrlichkeit vor Umsatz: Was diese Geräte NICHT können

Wir verkaufen dir lieber das richtige Gerät als einfach irgendein Gerät. Darum hier die Grenzen, die dir kaum ein Prospekt sagt:

Was der Luftreiniger nicht kann

Er ist kein Staubsauger. Der VAC 800-EC darf nicht an den Absaugstutzen einer Maschine angeschlossen werden – dafür fehlt ihm der punktuelle Unterdruck. Er ersetzt die Quellenabsaugung nicht, er ergänzt sie.

Er hebt nichts vom Boden auf. Grobe Brocken und schwerer Schutt fallen zu Boden, bevor der Luftstrom sie erfassen kann. Bodenreinigung bleibt Sache des Saugers.

Er filtert keine Gerüche und Gase. HEPA ist ein mechanischer Partikelfilter. Lösungsmitteldämpfe, Brandgeruch oder andere Gase gehen durch – dafür braucht es den optionalen Aktivkohlefilter.

Er hat eine Raumgrössen-Grenze. Als Faustwert der deutschen Bauberufsgenossenschaft (BG BAU) gilt ein 15-facher Luftwechsel pro Stunde: Bei 544 m³/h ist ein Gerät damit für rund 36 m³ Raumvolumen ausgelegt – etwa 14 bis 15 m² bei 2.5 m Deckenhöhe. In grösseren Räumen stellst du mehrere Geräte verteilt auf.

Er mag kein Wasser. Das Gerät ist für trockene Stäube gebaut. Feuchter Gips- oder Zementstaub bindet im Filter ab und zerstört ihn; für Spritzwasserzonen und den Aussenbereich bei Regen ist es nicht geeignet, ATEX-Explosionsschutz hat es keinen.

Er ist nur so gut wie seine Filterpflege. Sitzt die Filterkassette nicht sauber verriegelt, zieht das Gerät ungefilterte Nebenluft. Und ein HEPA-Filter, der mit Druckluft «gereinigt» wurde, sieht sauber aus, hat aber unsichtbare Risse – die Schutzwirkung ist dann komplett weg.

Was M- und H-Klasse-Sauger nicht können

Sie holen keinen Schwebstaub zurück. Was an der Quelle vorbei in die Raumluft entwichen ist, bleibt dort in der Schwebe – das ist der Job des Luftreinigers.

Sie sind keine Explosionsschutz-Geräte. Brennbare oder reaktive Stäube (Aluminium, Magnesium) und Lösungsmittel sind tabu – dafür bräuchte es eine ATEX-Zulassung, die kein normaler Bausauger hat.

Ihr Warnton hat immer recht. Piept der Strömungswächter, stimmt etwas – voller Behälter, gesättigter Filter oder zu kleiner Werkzeug-Anschluss. Weiterarbeiten und Warnung ignorieren heisst: ungeschützt arbeiten.

Die Automatik-Abreinigung braucht die richtige Beutel-Strategie. Mit eingelegtem Vlies-Filtersack muss die automatische Filterabreinigung deaktiviert werden, sonst platzt der Sack. Voll ausspielen kannst du sie mit offenen PE-Entsorgungssäcken oder beim beutellosen Saugen von Mineralstaub.

Die M-Klasse ersetzt bei Asbest die H-Klasse nicht. Ein M-Sauger hat keine Asbest-Zulassung. Besteht Asbestverdacht – typischerweise bei Gebäuden vor 1990 – brauchst du zwingend die H-Klasse mit Asbest-Zulassung, unabhängig davon, wie gut der M-Sauger sonst läuft.

Nach dem Asbest-Einsatz gehört der Service in Profihände. Das Zerlegen eines kontaminierten Saugerkopfs ist Sache entsprechend ausgerüsteter Spezialwerkstätten – nicht der Werkbank im eigenen Keller.

Der Ratgeber vom Plattenlegermeister: So setzt du beide Schilde richtig ein

1. Richtig positionieren und Unterdruck fahren

Stell den Luftreiniger so nah wie möglich an die Staubquelle und führe den 125-mm-Abluftschlauch aus dem Arbeitsbereich hinaus – durchs gekippte Fenster oder durch die Öffnung der Türschleuse. So entsteht der Unterdruck, der den Arbeitsraum vom Rest des Gebäudes trennt: Beim Öffnen der Schleuse strömt saubere Luft hinein statt Staubluft hinaus. Bei Sanierungen in bewohnten Objekten ist genau das der Unterschied zwischen einer sauberen Übergabe und einer eingestaubten Wohnung.

2. Den Sauger ans Werkzeug, nicht neben das Werkzeug

Ob M- oder H-Klasse: Der Sauger gehört mit dem Antistatik-Schlauch direkt an die Absaughaube der Maschine, und die Maschine an die Gerätesteckdose des Saugers: Einschaltautomatik startet beide zusammen, der Nachlauf saugt den Schlauch leer. Der separate Motorkühlluft-Filter an der Rückseite will regelmässig gereinigt werden – setzt er sich zu, schaltet der Überhitzungsschutz den Sauger mitten in der Arbeit ab.

3. Filter wechseln nach System, nicht nach Gefühl

Beim Luftreiniger gilt die Ausschlussmethode entlang der Kontroll-LED: Springt sie auf Rot, wechselst du zuerst die günstige G3-Vorfiltermatte. Bleibt sie rot, kommt der G4-Filter dran. Erst wenn beides nichts nützt, ist wirklich der HEPA-14-Hauptfilter gesättigt. Das FLEX-Handbuch rechnet bei sehr hohem Staubaufkommen mit bis zu drei G3-Wechseln pro Arbeitstag – bei konsequenter Vorfilter-Pflege hält der teure Hauptfilter dafür auf normalen Baustellen bis gegen drei Monate durch. Und für beide Geräte gilt: HEPA-Filter niemals mit Druckluft ausblasen und nach Schadstoff-Einsätzen nur mit Schutzausrüstung wechseln, den alten Filter sofort dicht verpacken.

Thomas‘ Baustellen-Tipp (vom Plattenlegermeister): Die billigste Lebensversicherung für den teuren HEPA-14-Filter ist die günstige G3-Vorfiltermatte. Bei Fräs- und Schleifarbeiten lege ich in der Znüni-Pause und am Feierabend eine frische Matte ein und wechsle konsequent, bevor sie dicht ist – dann schlägt der Grobstaub gar nie bis zum Hauptfilter durch, und die Saugleistung bleibt den ganzen Tag konstant. Die gesättigte Matte wird nicht ausgeklopft, sondern ersetzt: Ausklopfen wirbelt genau den gebundenen Feinstaub wieder auf, den der Filter aus deiner Atemluft geholt hat.

Die harten Zahlen im Überblick

Schild 2 – Raumluft: FLEX VAC 800-EC Air Protect 14 Set
AufgabeRaumluft filtern, Unterdruck aufbauen
Artikel-Nr.532-859
FilterstufeHEPA-14: 99.995 % (bei MPPS 0.2–0.3 µm)
Luftleistungbis 544 m³/h Umwälzung
Einsatz-ÜberwachungKontroll-LED für Volumenstrom
Besonderheit58 dB(A), 7.2 kg (ohne Filter), EC-Motor für Dauerbetrieb, Türschleuse im Set
Geeignet fürSchleifen, Fräsen, Abbruch in Innenräumen; Sanierung mit Schwarz-Weiss-Trennung
Schild 1 – Quelle: FLEX VCE 44 H AC Set (Pflicht bei Asbest)
AufgabeStaub an der Quelle absaugen
Artikel-Nr.446-025
FilterstufeStaubklasse H: max. 0.005 % Durchlass
Saugleistung4’500 l/min, bis 250 mbar Unterdruck
Einsatz-ÜberwachungStrömungswächter mit Alarm unter 20 m/s
BesonderheitAsbest-Zulassung, AutoClean-Abreinigung, 42-l-Behälter, L-BOXX-Aufnahme
Geeignet fürQuarzstaub an der Maschine; Asbestsanierung nach Vorgabe; Nass- und Trockeneinsatz
Schild 1 – Quelle: FLEX VCE 44 M AC Set (Standard für Quarzstaub)
AufgabeStaub an der Quelle absaugen
Artikel-Nr.465-704
FilterstufeStaubklasse M: empfohlener Standard für Quarzstaub
Saugleistung4’500 l/min, bis 25’000 Pa Unterdruck
Einsatz-ÜberwachungVolumenstromüberwachung mit Alarm unter 20 m/s
BesonderheitAutoClean-Abreinigung, 42-l-Behälter, bis 26 l Flüssigkeit, L-BOXX-Aufnahme
Geeignet fürQuarzstaub aus Feinsteinzeug, Beton, Unterlagsboden, Plattenkleber; Nass- und Trockeneinsatz
Schild 1 – Quelle: FLEX VCE 33 M AC Set (kompakte Variante)
AufgabeStaub an der Quelle absaugen
Artikel-Nr.465-682
FilterstufeStaubklasse M: empfohlener Standard für Quarzstaub
Saugleistung4’500 l/min, bis 25’000 Pa Unterdruck
Einsatz-ÜberwachungVolumenstromüberwachung mit Alarm unter 20 m/s
BesonderheitAutoClean-Abreinigung, 30-l-Behälter, bis 17 l Flüssigkeit, kompakter und leichter
Geeignet fürQuarzstaub aus Feinsteinzeug, Beton, Unterlagsboden, Plattenkleber; Nass- und Trockeneinsatz

Häufige Fragen zu Quarzstaub, Silikose und Staubklasse M oder H

Was ist Silikose (Staublunge) – und ist sie heilbar?

Silikose, umgangssprachlich Staublunge, entsteht durch alveolengängigen Quarzstaub: Die Partikel dringen bis in die Lungenbläschen vor, die Fresszellen der Lunge scheitern am nicht abbaubaren Quarz, es entsteht eine chronische Entzündung, und das Lungengewebe vernarbt. Erste Anzeichen sind Reizhusten und Atemnot bei Belastung. Heilbar ist sie nicht: Vernarbtes Lungengewebe bildet sich nicht zurück, der Schaden ist irreversibel. Deshalb ist der Schutz vor dem Staub die einzige wirksame Massnahme – die SUVA stuft alveolengängigen Quarzstaub in der höchsten Gefahrenkategorie C1A als krebserzeugend beim Menschen ein.

Ersetzt der Luftreiniger meinen Industriesauger – oder umgekehrt?

Nein, und genau diese Verwechslung ist der häufigste Beratungsfehler. Der Sauger erfasst den Staub an der Entstehungsquelle direkt am Werkzeug, der Luftreiniger holt den feinen Schwebstaub aus der Raumluft, den keine Quellenabsaugung vollständig erwischt. Profis setzen beide Geräte gemeinsam ein – das eine kann die Arbeit des anderen physikalisch nicht übernehmen.

Reicht nicht einfach eine FFP3-Maske?

Die Maske ist im SUVA-S-T-O-P-Prinzip die letzte Schutzebene, nicht die erste: Zuerst kommen die technischen Massnahmen – Absaugung an der Quelle und saubere Raumluft. Die Maske schützt zudem nur dich und nur bei korrektem Sitz, während der Staub im Raum bleibt, sich auf alles legt und beim nächsten Kehren wieder aufgewirbelt wird. Als Ergänzung sinnvoll, als einzige Massnahme nicht.

Für welche Raumgrösse reicht ein einzelner VAC 800-EC?

Rechne mit dem Faustwert der deutschen Bauberufsgenossenschaft (BG BAU) vom 15-fachen Luftwechsel pro Stunde: 544 m³/h geteilt durch 15 ergibt rund 36 m³ Raumvolumen – bei 2.5 m Deckenhöhe also etwa 14 bis 15 m² Grundfläche. Für die grosse Attikawohnung oder das Gewerbeobjekt stellst du entsprechend mehrere Geräte verteilt auf, damit ein durchgehender Luftkreislauf entsteht.

Wann brauche ich Staubklasse H statt M?

Für Quarzstaub aus Beton, Feinsteinzeug und Unterlagsboden ist die M-Klasse der empfohlene Standard – dein Alltagsgerät als Plattenleger, zum Beispiel der FLEX VCE 44 M AC oder der kompaktere FLEX VCE 33 M AC. Die H-Klasse mit ihrem Durchlassgrad von maximal 0.005 % ist die Reserve nach oben – und bei Asbest führt kein Weg an ihr vorbei: Dort verlangen die Schweizer Vorgaben (EKAS-Richtlinie 6503) einen H-Sauger mit Asbest-Zulassung wie den FLEX VCE 44 H AC. Wer regelmässig in Gebäuden mit Baujahr vor 1990 saniert, hat mit dem VCE 44 H AC die Sauger-Vorgabe der EKAS-Richtlinie von Anfang an abgedeckt. Der Sauger ersetzt aber weder die Abklärungspflicht bei Asbestverdacht noch die Regel, dass stark faserfreisetzende Arbeiten in die Hände Suva-anerkannter Sanierungsunternehmen gehören.

Wie oft muss ich die Filter wirklich wechseln?

Der günstige G3-Vorfilter des Luftreinigers ist das eigentliche Verbrauchsmaterial: Bei sehr hohem Staubaufkommen rechnet das FLEX-Handbuch mit bis zu drei Wechseln pro Arbeitstag. Dafür hält der teure HEPA-14-Hauptfilter bei konsequenter Vorfilter-Pflege auf normalen Baustellen bis gegen drei Monate. Wichtig bei beiden Geräten: HEPA-Filter nie mit Druckluft ausblasen – der Druckstrahl reisst unsichtbare Risse ins Filtervlies, und die Schutzwirkung ist dahin, auch wenn der Filter sauber aussieht.

Quellen und Grundlagen dieser Seite

Grenzwerte und Einstufungen: SUVA, «Grenzwerte am Arbeitsplatz» (Publikation 1903.d) und SUVA-Factsheets zu Quarzstaub – suva.ch/grenzwerte. Asbest-Vorgaben: EKAS-Richtlinie 6503. Gerätedaten: offizielle FLEX-Datenblätter und Bedienungsanleitungen zum VAC 800-EC, VCE 44 H AC, VCE 44 M AC und VCE 33 M AC sowie dokumentierte Langzeit-Erfahrungen professioneller Anwender. Medizinische Zusammenhänge: arbeitsmedizinische Grundlagen gemäss SUVA-Publikationen. Diese Seite ersetzt keine medizinische Beratung – bei Beschwerden gehörst du zum Arzt, nicht in den Webshop.

Dein nächster Schritt zu sauberer Luft auf der Baustelle

Du hast die Fakten – jetzt hast du zwei Wege: Wenn deine Maschinen noch ohne Absaugung laufen, beginnst du mit dem Sicherheitssauger an der Quelle. Wenn die Quellenabsaugung steht und trotzdem der Staubfilm auf allem liegt, komplettiert der Luftreiniger dein System. Beide Sets: Sofort ab dem Zentrallager unseres regionalen Partner-Lieferanten in der Zentralschweiz verfügbar. Dazu 3 Jahre FLEX Swiss Edition Garantie ohne Registrierungsaufwand.

FLEX VCE 44 M AC-Set Industriesauger, Staubklasse M, 42 Liter

Schild 1: M-Klasse, 42 L

FLEX VCE 44 M AC – Alltagsgerät für Quarzstaub.

FLEX VCE 33 M AC-Set Industriesauger, Staubklasse M, 30 Liter

Schild 1: M-Klasse, kompakt

FLEX VCE 33 M AC – 30 Liter, leichter für unterwegs.

FLEX VCE 44 H AC-Set Industriesauger, Staubklasse H mit Asbest-Zulassung

Schild 1: H-Klasse, Asbest

FLEX VCE 44 H AC – Pflicht-Stufe mit Asbest-Zulassung.

FLEX VAC 800-EC Air Protect 14 Luftreiniger mit HEPA-14-Filter

Schild 2: Raumluft

FLEX VAC 800-EC Air Protect 14 – HEPA-14 Luftreiniger.

Notfall-Abholung